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17. Sparkassen-Hochsprungmeeting am 05.01.2020

(hc) Am ersten Wochenende im neuen Jahr versammelt sich wieder die Hochsprungelite in Herzebrock Clarholz zum 1. Sport Highlight 2020 im Kreis Gütersloh. Für die beiden Sieger im Hauptspringen vom letzten Jahr, Christina Honsel und Falk Wendrich war die Teilnahme am 16. Sparkassen Hochsprungmeeting der Start in eine erfolgreiche Leichtathletik Saison. Beide konnten sich später für internationale Meisterschaften qualifizieren. So konnte Falk Wendrich Anfang März bei der Hallen EM in Glasgow und Christina Honsel sogar bei der WM im Scheichtum Katar in Doha an den Start gehen. Falk Wendrich sorgte am 6. Januar 2019 mit Übersprungenen 2,24 m für einen neuen Hallenrekord und löste keinen Geringeren ab, als den amtierenden 2,35 Meter-Europameister Mateusz Przybylko. Nachdem Wendrich, begleitet von lauter Musik und frenetischer Anfeuerung der Zuschauer, die Siegeshöhe im dritten Versuch übersprungen hatte, ließ er sogar 2,26 Meter auflegen. „Alle haben gesehen, dass er die Höhe dafür hat“, war Trainerin Brigitte Kurschilgen ganz und gar damit einverstanden, dass sich ihr Schützling gleich im ersten Wettkampf des Jahres an der EM-Norm versuchte. Leider scheiterte Falk Wendrich in Clarholz noch an der EM-Norm, aber bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Leipzig löste er als Deutscher Vizemeister das EM-Ticket mit der persönlichen Bestleistung von 2,26 m. In Glasgow zeigte er mit 2,25 Meter in der Qualifikation seine Klasse. Tags drauf im Finale musste sich der Soester allerdings mit 2,18 Meter und Rang sieben begnügen. Die Freiluftsaison verlief für Falk Wendrich, dessen persönliche Bestleistung seit 2017 bei 2,29 Meter steht, nicht optimal. Zwar wurde er im Berliner Olympiastadion deutscher Vizemeister, aber die Höhe von 2,19 Meter genügte nicht seinen Ansprüchen. Erst ganz am Ende der Saison näherte er sich seiner Traummarke von 2,30 m, als er in Soest 2,25 Meter überquerte. Die WM in Doha verfolgte der Freund der neuntplatzierten Imke Onnen (2015 Siegerin in Clarholz) nur als Zuschauer. Dabei sah er auch Christina Honsel, (LG Olympia Dortmund) mit der er in Clarholz ganz oben auf dem Siegerpodest stand. Sie war vom Leichtathletik-Weltverband IAAF zehn Tage vor WM-Beginn nachnominiert worden. Leider konnte sie sich mit übersprungenen 1,80 Meter in der Qualifikation nicht fürs Finale qualifizieren. Verdient hatte sich die DM-Fünfte die „Wildcard“ der IAAF durch ihre Steigerung auf 1,92 Meter, mit der sie im Juli bei den U23-Europameisterschaften in Gävle (Schweden) überraschend Zweite geworden war. Dass sie in die Nähe der Weltklasse vordringen kann, hatte der Schützling von Brigitte Kurschilgen bereits in der Halle angedeutet. Nach ihrem Erfolg in Clarholz (1,82 m) steigerte sich die Wirtschaftsstudentin bei den nationalen Titelkämpfen in Leipzig als Dritte auf 1,90 Meter.

Beim 16. Sparkassen Hochsprung Meeting in Clarholzer erlebte das Publikum aber nicht nur die Gegenwart des deutschen Hochsprungs, sondern auch ein Stück der Vergangenheit. Erstmals waren als Trainer des Schweriner SC zwei ehemalige Top-Athleten dabei. Gerd Wessig (60), in Moskau 1980 Olympiasieger mit der damaligen Weltrekordhöhe von 2,36 Meter, und Heike Balck (49), mit 2,01 Meter Inhaberin des seit 1989 gültigen Weltrekords der Juniorinnen, waren sehr angetan und versprachen: „Wir kommen wieder.“ Das hoffen die Organisatoren um Meeting-Direktor Siggi Klapper auch von Chima Ihenetu. Der damals 18-Jährige vom SC Neubrandenburg verbesserte als Sieger des U20-Wettbewerbs den Meeting-Jugendrekord auf 2,14 Meter.
Für das Meeting haben bereits Athleten aus Tschechien, Niederlande und sogar eine Hochspringerin aus Australien gemeldet. Ob 15 Jahre nach den Anfangserfolgen von Fabian Klapper irgendwann auch mal wieder Hochspringer aus dem Kreis Gütersloh beim Clarholzer Meeting für Schlagzeilen sorgen? An Talenten mangelt es nicht. Bei den Schülerwettbewerben 2019 setzten sich mit dem Verler Benjamin Bruns (1,60 m) und die Rietbergerin Theresa Sobbe (1,56 m) zwei Nachwuchshoffnungen des Jahrgangs 2005 durch, die im späteren Saisonverlauf auch auf westfälischer Ebene erfolgreich waren. Mit Leonie Suhr gewann auch eine Herzebrock-Clarholzerin bei den Jüngsten in der Altersklasse bis 12 Jahre, was vielleicht für die Zukunft hoffen lässt. Die Veranstalter der LG Kreis Gütersloh Team Clarholz, die wie in jedem Jahr tatkräftig von der Laufgruppe Volldampf Clarholz unterstützt werden, hoffen auch bei der 17. Auflage des Meetings auf zahlreiche Zuschauer. In der Cafeteria werden selbstgebackene Kuchen, Kaffee und belegte Brötchen angeboten.

Der Wettbewerb der Jugendlichen beginnt am 06. Januar um 10:30 Uhr, das Hauptspringen der Erwachsenen findet im Anschluss daran (ab etwa 13 Uhr) statt und am Nachmittag (frühestens ab 15 Uhr) tragen die Nachwuchsspringer ihren Wettkampf in der Clarholzer Hochsprungarena aus.

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